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Der Puppenspieler

Ich wollte immer schlau sein, wollte beliebt sein und ich wollte gut in etwas sein. Ich habe mir gewünscht geachtet und bewundert zu werden, ich habe mir eine beste Freundin gewünscht. So eine wie die Mädchen im Fernsehen, eine der ich alles erzählen kann egal wie verrückt es ist und mit der ich lachen kann. Und ich habe immer von einem besten Freund geträumt, am liebsten einem Schwulen. Und wahrscheinlich ist genau das mein Problem, ich träume zu viel. Ich bin nicht schlau, ich verstehe kein Mathe, ich kann keine chemischen Formeln aufstellen und in Biologie versteh ich auch nichts. Ich bin auch nicht beliebt, keiner mag mich, ich denke, dass nicht mal meine besten Freundinnen mich wirklich wahrnehmen. Ich steche auch nicht in irgendeiner Art heraus, ich bin in nichts gut, außer im Träumen, aber was kann man damit schon anfangen. Das denken sich wohl auch die wenigen Leute die ich meine Freunde nenne, denn das ist die einzige logische Erklärung dafür, dass niemand sich für mich und mein Leben interessiert. Sie denken wahrscheinlich einfach: „Sie geht doch nie raus, sie hat kein Liebesleben, keine Hobbies. Ihre einzige Beschäftigung ist das Internet, Filme gucken, Musik hören und schreiben.“ Niemand hat je verstanden warum ich schreibe, ich verstehe es selbst nicht. Doch es beruhigt mich, es gibt mir das Gefühl etwas zu tun. Oft liege ich nur da und stelle mir vor wie es wäre jemand anderes zu sein, jemand der schöner und schlauer ist als ich, jemand mit einem schöneren Namen, jemand der einen Blick wert ist. Und dann schreibe ich auf wie das Leben dieser Person ist, wie ihre Familie ist, wer ihre Freunde sind, was sie gerne tut. Halt alles was man brauch um sich ein Bild dieser Person machen zu können. Und dann schreib ich eine Geschichte über sie. Mein einziges Problem ist das ich meine Geschichten nie beende. Mir fällt nie ein Ende ein. Wie könnte ich die Geschichte einfach beenden, die Geschichte eines Menschen endet erst bei dessen Tod, vielleicht nicht mal dann? Natürlich könnte ich die Person einfach sterben lassen, doch wer bin ich da ich über das Leben und Sterben einer Person bestimmen könnte?! Wenn ich eine Geschichte schreibe, wird sie für mich auf eine gewisse Art real. Es ist als hätte ich das Schicksal der Menschen in der Hand. Wie ein Puppenspieler, der seine Puppen bewegt. Sie machen was er will, wenn er will, dass sie nach rechts gehen, dann gehen sie nach rechts. Will er dass sie springen, springen sie. Ein Puppenspieler hängt an seinen Puppen und so hänge ich an meinen Figuren. So hänge ich daran mir ein besseres Leben zu träumen, denn das ist das einzige was wirklich zählt für mich. Das einzige was ich kann, das einzige in dem ich gut bin, wenn ich das verliere hat nichts mehr einen Sinn. Heute mal ziemlich philosophisch. ^^ Emma
27.5.15 15:28
 
Letzte Einträge: Hi, ich bin Emma! Willkommen in meinem Leben als Loser!


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